Satellitentelefone

Noch nie war die Möglichkeit zur mobilen Kommunikation so groß wie heute. Fast überall gibt es Sendemasten, Ballungsgebiete sind durch WLAN und UMTS abgedeckt und auch im ländlicheren Raum hat man zumindest überall Mobilfunkempfang. Wenn Sie allerdings auch einmal geschäftlich oder im Urlaub abgelegenere Orte im Ausland besuchen kennen Sie das: Das Handy hat keinen Empfang mehr. Wer in einer solchen Situation dann trotzdem noch kommunizieren muss oder möchte, ist auf ein Satellitentelefon angewiesen.

Wie der Name schon andeutet, stellt ein Satellitentelefon die Verbindung zum angerufenen Endgerät über einen Satelliten bereit. Sowohl Sprach- als auch andere Kommunikationsdaten werden so per Satellitenkommunikation in beide Richtungen übertragen. Der große Vorteil liegt auf der Hand: Ein Satellitentelefon bleibt auch dort einsatzbereit, wo keine terrestrische Mobilfunkversorgung mehr gewährleistet ist. Tätigt der Besitzer eines Satellitentelefons einen Anruf, wird dieser zunächst an den Satelliten weitergeleitet. Der Satellit wiederum leitet den Anruf an die nächste Erdfunkstelle weiter, die die Schnittstelle zum normalen, öffentlichen Telekommunikationsnetz darstellt.

Doch nicht nur in abgelegenen Gegenden kann der Einsatz von Satellitentelefonen sinnvoll sein. Immer wieder wird beobachtet, wie bei Naturkatastrophen oder Anschlägen die terrestrische mobile Versorgung überlastet ist. Deshalb kann die Kommunikation via Satellit Rettungskräfte und andere involvierte Personen unterstützen und auf dem aktuellen Stand halten. Einige Telefone, die mit dieser Technik ausgerüstet sind, unterstützen außerdem die Anzeige oder die Verwendung von Geo-Koordinaten, die sich per Satellit sehr genau bestimmen lassen.

Es gibt verschiedene Anbieter von Satellitentelefonen, die sich hauptsächlich durch die maximal übertragbare Bandbreite und die Gebietsabdeckung unterscheiden. Manche Anbieter konzentrieren sich auf bestimmte Erdregionen, manche hingegen lassen nur Gebiete wie die Pole oder Teile des offenen Meeres unbeliefert.

Die Entwicklung von Telefonie per Satellit begann schon am Ende der siebziger Jahre, wo diese Art der Kommunikation hauptsächlich für die Seeschifffahrt eingesetzt wurde. Anfang der neunziger Jahre gab es dann die ersten mobilen Telefongeräte auch für den Einsatz auf dem Festland.

Gleichzeitig schritt der Ausbau der Satelliteninfrastruktur voran. Als Satelliten auf niedrigen Umlaufbahnen zum Standard wurden, schrumpften auch die Anforderungen an die mobilen Endgeräte in Bezug auf Sendeleistung und damit auch Größe und Stromverbrauch.

In Autos werden nicht nur Satellitentelefone häufig verbaut, auch die Möglichkeit einen Fernseher zu nutzen ist mittlerweile möglich. Jedoch ist dieser in der Regel mit einem Schutz versehen, dass dieser nicht unachtsam während des Autofahrens verwendet werden kann. Selbst Satellitenfernsehen ist heutzutage in Autos möglich. Wer reges Interesse an der Filmproduktion hat, der sollte auch einmal über Medienfonds als Kapitalanlage nachdenken.

Satelitentelefone sind nicht unbedingt etwas um einen Termin für eine Brustverkleinerung zu machen. Sie sind in der Regel nicht im Alltag anzutreffen. Sinnvoll sind diese Telefone in erster Linie in Gegenden, in denen es keine Sendemasten gibt, also weit ab vom Schuss. Auch in Regionen wie Afrika macht es häufig Sinn auf einer einer Ranch ein solches Telefon zu besitzen, falls die Stromversorgung mal wieder schlapp macht. Aber in Europa ist das Mobiltelefonnetz derart gut ausgebaut, dass ein Satelitentelefon nicht unbedingt von Nutzen ist. Und ist das Netz überlastet kann man auch heute noch in fast jedem Haushalt ein normales Telefon mit Kabelverbindung antreffen.